Programm
(Version 6.2017 - Änderungen vorbehalten)

Dem Andenken an Federico García Lorca und Salvador Dalí gewidmet



Pensaments al Vent - Original Gemälde von Josefina Cervera

 

Der Ablauf

MONTAG:

Eröffnung und Vortrag im Plenum: 9.00 bis 11.00
Gruppenzeit I: 11. 00 - 14.00
Mittagessen: 14.00 - 16.15
Gruppenzeit II: 16.15 - 17.45
Plenum I/Eröffnungsintervention FGL und Salvador Dali: 18.15 - 18.45
Plenum I/Grossgruppe: 18.45 - 20.15

DIENSTAG-DONNERSTAG:

Plenum I - Social Dreaming Matrix: 8.00 bis 9.00
Vortrag im Plenum: 9.15 bis 10.45
Gruppenzeit I: 11.00 bis 14.00
Mittagessen: 14.00 bis 16.00
Gruppenzeit II: 16.00 bis 17.30
Plenum II/Grossgruppe: 18.00 bis 19.30

FREITAG:

Plenum I - Social Dreaming Matrix: 8.00 bis 9.00
Vortrag im Plenum: 9.15 bis 10.45
Gruppenzeit I: 11. 00 - 14.00
Mittagessen: 14.00 - 15.30
Gruppenzeit II: 15.30 - 17.00
Plenum I/Abschlussintervention FGL und Salvador Dali: 17.30 - 18.00
Plenum I/Grossgruppe: 18.00 - 19.30

Gala Dinner 21.00 - 24.00

 

Thema und Vision (Spezieller Programmteil dem Andenken an FGL und SD gewidmet)

Kunst transzendiert und verändert die Alltagsrealität, indem sie sich der Erfüllung von Normen und Konventionen verweigert und einen neuen Blick und ein bis dahin unbekanntes Verständnis für diese Art von Realität entwirft. Therapie und Gruppenprozesse teilen mit ihr das Vorhaben den sogenannten "Schatten", das Unbewusste hinter unserem Verhalten sichtbar machen zu wollen und Veränderungen anzustossen. Von diesem Blickwinkel aus kann der Dialog zwischen beiden sicher beide bereichern und sich manchmal sogar als unentbehrlich erweisen.

Andererseits ist der Tagungsort Granada sowohl der Schauplatz der Geburt als auch des Todes von Federico García Lorca. Salvador Dalí wiederum, einer der engsten Freunde von FGL, stammt aus Cadaques / Catalunien, aus der auch Josefina C, eine Gruppenanalytikerin, kommt. Sie wird zusammen mit Maite Pi, Gruppenanalytikerin aus Girona und Jorge Burmeister, Psychodramatiker und Dichter aus Granada versuchen das Vermächtnis dieser beiden grossen Künstler durch zwei Interventionen und eine permanente Ausstellung am Tagungsort lebendig werden zu lassen. Die genannten Aktivitäten sollen die Brücke zwischen zwei Orten, zwei Seelen und zwei Freunden wider herstellen und für unsere Gegenwart fruchtbar machen.

Eröffnungsintervention: Montag Plenum I 18.15 - 18.45
Abschlussintervention: Freitag Plenum I 17.30 - 18.00

Beide Interventionen sind Teil der Grossgruppe, die sich an sie anschliessen wird.

Kleingruppen-Angebote

Konstante Kleingruppen zum Rahmenthema mit den wichtigsten Methoden der Gruppenarbeit nach eigener Wahl: Gruppenanalyse, Psychodrama, Gruppendynamik, jungianische Orientierung, systemische Orientierung

Arbeitsgruppenzeit I MO - FR

Psychodrama Klein-Gruppe: Eva Fahlström/Schweden, Maurizio Gasseau/Italien und Wilma Scategni/Italien

Gruppenanalyse Klein-Gruppe: Elisabeth Rohr/D und Uri Levin/Israel

Schema-Therapie: Christoph Fuhrhans/Schweiz

 

Arbeitsgruppenzeit II MO - DO

Schwerpunkte am Nachmittag : Supervision und themenzentrierte Weiterbildung

Marieluise Mitterer-Gehrke/D und Ivan Urlic/Kroatien: Kunst als Medium der Veränderung im Rahmen trauma-orientierter Gruppenarbeit und gruppendynamischer Gruppenarbeit inspiriert von Kurt Lewin

Maria van Noort/Niederlande und Cristina Martinez Taboada: Kunst als Medium der Veränderung im Rahmen trans-kultureller Gruppenarbeit

Maite Pi/Spanien und Concha Oneca/Spanien: Kunst als Medium der Veränderung im Rahmen psychodramatischer und gruppenanalytischer Gruppenarbeit

 

Grossgruppen-Angebote


Plenum I - DI - FR
: Die Social Dreaming Matrix

Tägliche "Traumarbeit" mit Gila Offer/Israel, einer der engeren Mitarbeiter von Gordon Lawrence, dem Begründer des Verfahrens, bei dem Träume und damit verbundene Assoziationen als Symbole der kollektiven und sozialen Dimension der Gruppe genutzt und für die Reflektion des Gruppengeschehens nutzbar gemacht werden können.


Plenum II - MO-FR: Geleitete Großgruppe

Täglich integrativ orientierte Gross-Gruppe mit einem integrativen Ansatz, der Techniken aus dem Bereich des Psychodramas, der Gruppenanalyse und verschidener künstlerischer Ausdrucksformen verbindet. Marcia Honey/Israel, Jana Damjanov/Serbien und Domenico Ciano/Italien haben dieses Modell gemeinsam mit dem Ziel entwickelt, die in den unterschiedlichen Gruppen gewonnenen Erfahrungen zu vergleichen und zu vertiefen.

 

Vorträge am Morgen

Vortrag im Plenum: Kurze Impulsreferate zu verschiedenen Aspekten des Rahmenthemas (international bekannte ReferentInnen):

Trans-kulturelle Kompetenz - die transformative Kraft von Gruppen
Die Vision von JL und Zerka Moreno und von SH Foulkes für den Veränderungsprozess in Gruppen, die künstlerische Medien verwenden

Jana Damjanov/Serbien, IAGP und Marcia Honey/Israel, IAGP

Trans-kulturelle Kompetenz - die transformative Kraft von Gruppen
Die Bombardierung von Belgrad - wie können kollektivesTrauma und die Verschwörung des Schweigens in Gruppen angesprochen werden

Tamara Cavic, Psychodrama Institut Belgrad
, IAGP und FEPTO

Trans-kulturelle Kompetenz - die transformative Kraft von Gruppen
Dialog, Schmerz und Grenzen - Projekte, Austausch und Begegnung zwischen KollegInnen aus Israel und Palestina ein Jahr nach der Sommerakademie 2016
Ruthi Shemesh/Israel, Sherein Abdeen/Palestina, Maya Ben-Yehuda/Israel, Rola Qawasma/Palestina, Uri Levin/Israel, Khader Rasras/Palestina

Trans-kulturelle Kompetenz - die transformative Kraft von Gruppen
Der Wert des Mensch im Kontext kollektiver Traumatisierung - eine Annäherung an Leiden und Hoffnung
Laura Delgado/Barcelona, Koordinatorin "Ärzte ohne Grenzen" für die Regionen Lateinamerika und den Mittleren Osten

Trans-kulturelle Kompetenz - die transformative Kraft von Gruppen
Der Wert des Mensch im Kontext kollektiver Traumatisierung ohne Recht und Gerechtigkeit - eine Annäherung an Leid und Hoffnung am Beispiel von Nelson Mandela
Pam Kleinot/Süd Afrika und GB, Gruppenanalytikerin, Interessiert an sozialen Traumata

 

Das Thema: transkulturelle Kompetenz für die Arbeit mit Gruppen in Organisationen, Therapie und sozialen Einrichtungen.

Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert ist multikulturell geprägt, was nicht zuletzt als Ausdruck der zunehmenden Migration immer grösserer Bevölkerungsgruppen verstanden werden kann. Die Integration verschiedener Kulturen ist die politische, soziale aber auch therapeutische Herausforderung, die nicht nur in allen Ländern Europas von heute, sondern weltweit gilt. Der Wunsch eines friedvollen, gemeinschaftlichen Lebens hält der realen Erfahrung von Missverständnissen, Sprachlosigkeit, Diskriminierung oder Gewalt zwischen Kulturen jedoch nicht immer stand. Die Funktionsfähigkeit internationaler Unternehmen wird davon genauso betroffen wie die ganzer Familiensysteme oder interkultureller Gruppen in der Therapie. Dialog ist andererseits das weltweit akzeptierte und positiv besetzte Schlüsselwort für Friedensprozesse. Die Akademie ist deshalb als Lernfeld für Qualität, Kohärenz, aber auch für mögliche Brüche einer dialogorientierten Gesprächskultur konzipiert, in der Analyse, Intervention und Mediation im Konfliktbereich trainiert werden können. Dies geschieht in Gruppenstrukturen, die trotz der unvermeidlichen Konflikte die Hoffnung auf eine "wahre, im sozialen Umfeld verankerte, um die Mitmenschen erweiterte Identität" (R. Battegay) nicht aufgegeben haben. Studenten aus Palästina, Israel, Marrokko und anderen Ländern erhalten Stipendien.

 

Thesen:

Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik schaffen im interpersonalen Bereich Zugänge und Sichtweisen, die auch in Zukunft unentbehrlich sind

Lebendige Anschauung und Begegnung bilden die Essenz einer gemeinsamen Kultur der Gruppe. Kultur gestaltet sich im Dialog mit anderen Kulturen

Die Begegnung mit der fremden Kultur stellt die Frage nach Identität - nach Angst vor Verlust und Hoffnung auf Erweiterung unserer Identität, die Frage unserer multikulturellen Zukunft.

Dialog ist weltweit das akzeptierte und positiv besetzte Schlüsselwort für Friedensprozesse. Die Akademie selbst ist als Lernfeld für Qualität, Kohärenz , aber auch für mögliche Brüche einer dialogorientierten Gespächskultur konzipiert.

Im Zeichen von Konvergenz und Differenz von Verfahren führt Granada als Austragungsort und historisches Modell die Idee einer friedvollen Koexistenz der Welten und Kulturen, aber auch ihre Fragilität und Gefährdung, in die Tagung ein

Granada